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Artikel vom 06.04.2017 | zurück zur Übersicht

200 Jahre Birkenfeld bei Oldenburg

(von links) Dr. Claudia Kossendey, Landschaftspräsident Thomas Kossendey, I.K.H. Caroline Herzogin von Oldenburg, S.K.H. Christian Herzog von Oldenburg, Landrat Dr. Matthias Schneider, Staatsekretär Randolf Stich bei der Festveranstaltung in Birkenfeld
Foto: Karsten Schultheiß, Kreisverwaltung Birkenfeld
(von links) Dr. Claudia Kossendey, Landschaftspräsident Thomas Kossendey, I.K.H. Caroline Herzogin von Oldenburg, S.K.H. Christian Herzog von Oldenburg, Landrat Dr. Matthias Schneider, Staatsekretär Randolf Stich bei der Festveranstaltung in Birkenfeld
Foto: Karsten Schultheiß, Kreisverwaltung Birkenfeld

Festveranstaltung in Birkenfeld

Am 1. April feierte der Landkreis Birkenfeld, Rheinland-Pfalz, das Jubiläum „200 Jahre Birkenfeld bei Oldenburg“. Der Landrat des Landkreises Birkenfeld, Dr. Matthias Schneider, begrüßte S.K.H. Christian Herzog von Oldenburg und I.K.H. Caroline Herzogin von Oldenburg und den rheinland-pfälzischen Innenstaatssekretär Randolf Stich als Ehrengäste auf der Festversammlung. Die Festrede hielt der Präsident der Oldenburgischen Landschaft, Thomas Kossendey. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Salonorchester Ungestüm aus Bad Zwischenahn. Damit war das Oldenburger Land bei der Jubiläumsfeier gut vertreten.

Birkenfeld war als Fürstentum und später als Landesteil zwischen 1817 und 1937 mit Oldenburg verbunden. Diese historische Kuriosität war eine Folge der napoleonischen Zeit und des Wiener Kongresses. In der Schlussakte des Wiener Kongresses wurde dem Herzog von Oldenburg ein Territorium mit 20.000 Seelen als Entschädigung für die in der Franzosenzeit erlittenen Schäden zuerkannt. Das Herzogtum Oldenburg war zwischen 1810/11 und 1813 Bestandteil des Kaiserreichs Frankreich. 1816 wurde das Gebiet festgelegt, das Oldenburg erhalten sollte. Am 16. April 1817 nahm Herzog Peter Friedrich Ludwig sein neues Fürstentum Birkenfeld im Hunsrück in Besitz. Er hätte lieber ein Territorium im Nordwesten erhalten, konnte sich mit seinem Wunsch allerdings nicht durchsetzen. So wurde es schließlich das über 400 Kilometer entfernte Birkenfeld. Obwohl man sich von beiden Seiten immer wieder einmal zu trennen versuchte, hielt die Verbindung dann 120 Jahre lang.

In Oldenburg gibt es als Erinnerung an die gemeinsame Zeit eine Birkenfelder Straße und eine Idar-Obersteiner Straße. Selbstverständlich halten auch die Birkenfelder die Erinnerung daran wach: Dort gibt es nicht nur eine Oldenburger Straße, sondern auch ein oldenburgisches Schloss und weitere oldenburgische Spuren. Das Landesmuseum Birkenfeld zeigt eine neue und informative Ausstellung zur Oldenburger Zeit. „Das Oldenburg-Bewusstsein lebt in Birkenfeld weiter. Darüber freuen wir uns als Oldenburger ganz außerordentlich. Denn auch für uns ist es etwas ganz Besonderes, dass es im Hunsrück ein Stück Oldenburg gibt und noch dazu ein so schönes“, freute sich Landschaftspräsident Kossendey in seiner Festrede.

Im vergangenen Jahr war eine Birkenfelder Delegation im Oldenburger Land zu Besuch und eine Delegation der Oldenburgischen Landschaft zum Gegenbesuch in Birkenfeld. Der Kontakt soll weiter gepflegt werden. So bietet die Oldenburgische Landschaft gemeinsam mit dem Oldenburger Landesverein vom 20. bis 23. Juli 2017 eine Mehrtagesfahrt nach Birkenfeld an.

Termine der Oldenburgischen Landschaft

14.09.2017
Treffen der Heimatbibliotheken in der Landesbibliothek Oldenburg

23.09.2017
Oldenburgische Bücherbörse in der Landesbibliothek Oldenburg

27.10.2017
4. Tagung zur oldenburgischen Regionalgeschichte im Nds. Landesarchiv - Standort Oldenburg