Kulturkompass

In dieser Rubrik finden Sie eine Auflistung aller Organisationen im Oldenburger Land. Die nachstehenden Eintragungen werden von der Oldenburgischen Landschaft nach den Angaben der Kultureinrichtungen des Oldenburger Landes erfragt und nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr veröffentlicht. Einzelauskünfte sollten bei den jeweiligen Einrichtungen direkt eingeholt werden.

Wählen Sie bitte eine entsprechende Kategorie aus.


Förderverein Bronzezeithaus Hahnenknoop, Stadland

Ort:
Am Markt 6
26935 Stadland
Kategorie:
  • Fördervereine und Stiftungen
Webseite:

http://www.bronzezeithaus.de

E-Mail:

info@bronzezeithaus.de

Telefon:

0 47 32 - 92 12 92

Fax:

0 47 32 - 92 12 93

Zur Geschichte

Der Fund  der ältesten Siedlung in der Marsch an der deutschen Nordseeküste aus der Zeit um 900 vor Christi Geburt

Von 1913 bis 1958 existierte eine Bahnstrecke zwischen Rodenkirchen (Gemeinde Stadland) und Varel. Sie führte an der Hahnenknooper Mühle vorbei. Dort, wo heute der Neue Strohauser Siel verläuft, lagen die Bahngleise. Als man Anfang der siebziger Jahre den alten Strohauser Siel ersetzen musste, bot sich das benachbarte und inzwischen brachliegende Bahngelände an. Deshalb verläuft der Neue Strohauser Siel heute entlang der alten Bahnlinie.
1971 wurden beim Ausbaggern des neuen Siels Reste von Holzpfosten und Keramikscherben freigelegt. Adolf Blumenberg, Journalist und Heimatforscher, fielen diese Reste auf, als er vor Ort für einen Artikel über die Bauarbeiten zum Siel recherchieren wollte. Er informierte die zuständigen Behörden. Der damalige Bezirksarchäologe Hajo Hayen konnte mit Mitarbeitern des Landesmuseums Natur und Mensch, Oldenburg, die Funde bergen  und in die jüngere Bronzezeit um 900 vor Christi Geburt datieren. Die Holzpfosten gehörten zu zwei Hofstellen, deren im Boden noch erhaltene Reste durch den Bagger leider größtenteils zerstört worden waren.
Die 1974 hinzugezogenen Mitarbeiter vom Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung (NIhK), Wilhelmshaven, stellten durch Bohrungen in der Umgebung der Fundstelle außer den beiden durch die Baggerarbeiten zerstörten Hofstellen noch Teile mindestens eines weiteren Hauses fest. Für eine genauere Untersuchung dieser Funde fehlten zu der Zeit aber die finanziellen Mittel.
Erst 25 Jahre später konnte das NIhK mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit einer Grabung beginnen, die von 1996 bis 2001 dauern sollte. Institutsleiter Professor Dr. Haio Zimmermann und der Grabungsleiter, Dr. Erwin Strahl, präsentierten einen einzigartigen Fund -  die Reste einer kompletten dritten Hofstelle, die zu der ältesten bisher gefundenen Siedlung in der Marsch an der deutschen Nordseeküste gehört.
Die Archäologen konnten auf 650 Quadratmetern  circa 2000 Stümpfe von Holzpfosten freilegen, die sich im feuchten Marschboden in einer Tiefe um – 1 m NN unter ständigem Luftabschluss komplett erhalten hatten. Die ebenfalls gefundenen Reste von Holz, Knochen, Pflanzen und Keramik wurden in verschiedenen Instituten in enger Zusammenarbeit von Archäologie und Naturwissenschaft analysiert und datiert. Die Ergebnisse ermöglichten die Rekonstruktion eines kompletten Hauses. Sie vermitteln eine Vorstellung von Leben und Umwelt in der jüngeren Bronzezeit vor etwa 3000 Jahren.

Kontakt

Oldenburgische
Landschaft
Gartenstraße 7
26122 Oldenburg

Telefon: 0441- 77 91 8 -0
Telefax: 0441 - 77 91 8 -29

info(at)oldenburgische-landschaft.de

Geschäftszeiten:
Montag - Donnerstag: 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Freitag: 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Newsletter

Alle unsere Neuigkeiten bequem per Newsletter abonnieren.

Zur Newsletter-Anmeldung