Kulturkompass

In dieser Rubrik finden Sie eine Auflistung aller Organisationen im Oldenburger Land. Die nachstehenden Eintragungen werden von der Oldenburgischen Landschaft nach den Angaben der Kultureinrichtungen des Oldenburger Landes erfragt und nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr veröffentlicht. Einzelauskünfte sollten bei den jeweiligen Einrichtungen direkt eingeholt werden.

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Ev.-luth. Kirchengemeinde Rodenkirchen

Ort:
Schulstraße 5
26935 Rodenkirchen
Kategorie:
  • Kirchenbauten
Webseite:

http://www.kirche-rodenkirchen.de

E-Mail:

Kirchenbuero.Rodenkirchen@kirche-oldenburg.de

Telefon:

04732 - 8393

Fax:

04732 - 2015

Weitere Informationen erhalten Sie über die Internetadresse.


Der Name der ersten, warscheinlich unbedeutenden Siedlung ist nicht bekannt, da erst nach der Erbauung der Kirche der Ortsname Rodenkerken entstanden ist. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1244. In Folge des kontinuierlichen Anstiegs des Meeresspiegels hat man, im Laufe der Jahrhunderte das Dorf Schicht für Schicht höher gelegt. Diese Vielschichtigkeit vermittelt den Wurten-forschern heute reichhaltige Aufschlüsse über die Lebenwsweise unserer Vorfahren in den einzelnen Siedlungsepochen.

Die ständigen Überflutungen im Süßwasserbereich der Weser haben einen fruchtbaren Marschboden geschaffen, der seinen Bewohnern zu Wohlstand verhalf.

Der weitere Meeresspiegelanstieg machte um 1000 n. Ch. den Deichbau erforderlich. Die geschlossene Deichlinie, "Der goldene Ring der Marschen", ermöglichte nun die Besiedlung des flachen Landes und beendete die Wurtenzeit.
Die weitere Entwicklung wurde geprägt durch die Sturmfluten im Mittelalter, die verheerende Schäden verursachten, zu hohen Verlusten an Mensch und Vieh führten und das Landschaftsbild jeweils nachhaltig veränderten. "De grote Mannsdränke", die Marcellusflut von 1362, traf die Gemeind so schwer, dass sie vorübergehend ihre Selbtständigkeit verlor und bis 1420 nach Bremstedt jenseits der Weser umgepfarrt wurde.

Zur Zeit Karls des Großen, Ende des 8. Jahrunderts, kam das Christentum durch Bischof Willehadusan die Weser. Das Heidentum hielt sich neben dem Christentum noch ca. 200 Jahre. Die ersten Kirchen waren kleine, reetgedeckte Holzkirchen. Erst im 11. Jahrhundert begann man mit dem Bau der Gotteshäuser aus Stein. Die massiven Steinkirchen auf Wurten, umgeben von Wällen und Gräben, boten den Einheimischen Schutz vor den Meeresfluten und bei Kämpfen gegen ihre Feinde aus Bremen und Oldenburg. Während der Schlacht an der Hartwarder Landwehr 1514 lag die zur Festung ausgebaute Kirche unter schwerem Beschus und wurde erheblich beschädigt. Die Niederlage führte zum Untergang der Bauernrepubliken Butjadingen und Stadland, die oldenburgisch wurden. Der "Hartwarder Friese" , ein Denkmal iin Rodenkirchen mit der Inschrift "Lever dod as Sklav", erinnert an die Ereignisse jener Zeit.
Durch ständige Erneuerung, Erhöhung und Verbreiterung der Deiche bis in die heutige Zeit wurde dem Meer immer wieder Land abgerungen und ein sicheres Leben der Bewohner möglich macht.

An dem Bauwerk der Kirche sind die Spuren der Zeit, die vielen Ausbesserungen und Veränderungen, heute noch ablesbar. Die erste Kirche aus Portsandstein, der im Weserberglandgebrochen wurde, entstand Ende des 12. Jahrhunderts. Eine Holzkohleschicht, die bei Grabungen mehrfach auf dem aufgetragenen Erdreich der Kirchenwurt gefunden wurde, weist auf einen Brand oder eine mögliche Holzkirche hin. Die großzügige Gestaltung, besonders in der 2. Bauperiode im 13. Jahrhundert, zeugt von einer in dieser Zeit im ganzen Küstenraum erkennbaren Aufgeschlossenheit und dem Ausruck eines bäuerlichen Selbstverständnis, das sich durch die Kirche darstellte.

Die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts bedeutete für das Oldenburger Land im Gegensatz zu anderen vom dreißigjährigem Krieg betroffenen Gebieten Deutschlands eine Zeit des Friedens und der kulturellen Blüte, die insbesondere der klugen Friedens- und Neutralitätspolitik des Grafen Anton Günther von Oldenburg (1583–1667) zu verdanken ist. Damit war die Voraussetztung für die prächtige nachreformatorische Kirchenausstatung geschaffen, mit denen sich vor allem das Oldenburger Konsistorium in einer Zeit religiöser Spannungen bemühte, dem kirchlichen Leben die reformatorischem Impulse zu erhalten und die Kirchenglieder im Glauben zu stärken. Ihren komplexen theologischen Programmen verlieh der Hamburger Bildhauer Ludwig Münstermann (1557–1637/38) einen künstlerischen Ausdruck, der durch ein einzigartiges Zusammenspiel von Form, Farbe und Licht geprägt ist.

 

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