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Artikel vom 21.10.2020 | zurück zur Übersicht

Tag der Bibliotheken 2020 im Oldenburger Land

(von links): Bernd Diekmann (Universitätsbibliothek Oldenburg), Michaela Klinkow (Landesbibliothek Oldenburg), Wiebke Klinge (Stadtbibliothek Oldenburg), Walburgis Fehners (Hochschulbibliothek der Jade Hochschule) an der Einlasskontrolle zum Lern- und Informationszentrum LIZ der Landesbibliothek. Foto: Jörgen Welp, Oldenburgische Landschaft
(von links): Bernd Diekmann (Universitätsbibliothek Oldenburg), Michaela Klinkow (Landesbibliothek Oldenburg), Wiebke Klinge (Stadtbibliothek Oldenburg), Walburgis Fehners (Hochschulbibliothek der Jade Hochschule) an der Einlasskontrolle zum Lern- und Informationszentrum LIZ der Landesbibliothek. Foto: Jörgen Welp, Oldenburgische Landschaft

Einladung zur Entdeckung vielfältiger Angebote

Der Tag der Bibliotheken am 24. Oktober lädt traditionell dazu ein, die vielfältigen Leistungen von Bibliotheken zu entdecken, die diese für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bereithalten. Besonders in der aktuellen Situation war es den Bibliotheken ein Anliegen, ihre Angebote zu präsentieren, um ihre Nutzerinnen und Nutzer in der Krisenzeit nicht alleinzulassen. Hierzu gehören digitale Angebote wie Onleihe, TigerBooks, filmfriends und digitale Veranstaltungsformate, aber auch physische Hol- und Bringdienste. Das Engagement der Bibliotheken war in dieser Hinsicht sehr groß und stieß auf große Resonanz beim Publikum.

Die rund 300 Bibliotheken im Oldenburger Land sind als Kultur- und Bildungseinrichtungen unverzichtbar für den Nordwesten und nicht zuletzt auch als Begegnungsstätten. Als solche haben sie viele Menschen wegen der coronabedingten Zugangsbeschränkungen sehr vermisst. Der Wunsch nach einem Bibliotheksbesuch war und ist vielerorts deutlich spürbar. Die Bibliotheken passen sich deswegen den Herausforderungen des neuen Alltags laufend an: Wo noch nicht vorhanden, schufen sie Möglichkeiten, Medien kontaktlos zurückzugeben und minimierten mögliche Kontakte zwischen Besuchern durch entsprechende Einlassbegrenzungen.

Darüber hinaus erfolgten Anpassungen bei bekannten Veranstaltungsangeboten. Um mehr Sicherheit zu gewährleisten, werden zum Beispiel Bilderbuchkinos nach draußen verlegt und zum „Bilderbuch-Autokino“ mit festen Zuschauerplätzen auf bereitstehenden Bobbycars. Autorenlesungen finden jetzt mit geringerer Besucherzahl und entzerrten Sitzreihen statt, und große Events (zum Beispiel anlässlich des Star Wars Reads Day) verdichten sich jetzt auf Aktionstische, für die Medientaschen mit passenden Giveaways, Bastelmöglichkeiten und Spielideen für zuhause bereitstehen. Stück für Stück gehen bekannte Veranstaltungsreihen wieder an den Start, der Situation entsprechend mit Hygienekonzepten versehen.

Um dem Wunsch nach gesellschaftlicher Teilhabe nachzukommen, haben Kommunen vorübergehend auf anfallende Gebühren verzichtet, Abgabefristen für Medien automatisch kostenlos verlängert und Telefondienste für Rückfragen eingerichtet. Zudem gab es auch Möglichkeiten, das Onleihe-Angebote der Bibliotheken kostenlos in Anspruch zu nehmen. Das alles hat sich positiv auf das Image und den Bekanntheitsgrad der öffentlichen Bibliotheken ausgewirkt, was nicht zuletzt an der Zahl der Ausleihen deutlich wird.

Generell war im Frühjahr eine deutliche Steigerung von einem Drittel der online geliehenen Medien des niedersächsischen Onleiheverbunds NBib24 – an dem sich 142 niedersächsische Bibliotheken beteiligen – zu beobachten. Inzwischen haben sich die „Onleihen“ auf einem hohen Niveau von circa 150.000 Entleihungen pro Monat eingependelt. Darüber hinaus hat das Land Niedersachsen den Onleiheverbund mit zusätzlich 30.000 Euro coronabedingten Fördermitteln unterstützt, um den krisenbefeuerten Digitalisierungsschub voranzubringen.

Die Landesbibliothek Oldenburg konnte, um ein Beispiel zu nennen, eine 50-prozentige Steigerung ihrer Ebook-Nutzung gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Gleichzeitig war der Bedarf an gedruckten Medien so groß, dass sich zeitweise Schlangen vor dem Ausleihtresen bildeten, die bis in den Innenhof reichten. Auch die Nachfrage nach Arbeitsplätzen im Lern- und Informationszentrum (LIZ) war beträchtlich.

Dies alles zeigt die gewachsene Bedeutung der Online-Nutzung für die Bibliotheken. Es steht zu erwarten, dass diese in naher Zukunft noch weiter zunehmen wird. Das gilt auch für die wissenschaftlichen Bibliotheken, die mit einem schnellen Ausbau ihrer Ebook-Bestände auf die Erfordernisse einer präsenzfreien Lehre an den Hochschulen und Universitäten reagierten.

Es bleibt festzuhalten, dass die Mitarbeiter der Bibliotheken im Frühjahr auch hinter teils geschlossenen Türen im Sinne der Bibliotheksnutzerinnen und -nutzer an einer Öffnung der Angebote gearbeitet haben.

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Filme über Kultureinrichtungen im ländlichen Raum

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