Folge 4


vlnr: Sarah-C. Siebert, Stefan Meyer, Anton Willers.
vlnr: Sarah-C. Siebert, Stefan Meyer, Anton Willers.

Folge 4: Stefan Meyer - Plattdeutsch und Saterfriesisch im Oldenburger Land

In dieser Folge sprechen Anton Willers und Sarah-C. Siebert mit Stefan Meyer, dem Referenten für Niederdeutsch und Saterfriesisch. Keine Zukunft ohne Herkunft – Stefan Meyer erzählt uns, wie sich die Oldenburgische Landschaft sich um den Erhalt dieser zwei Sprachen kümmert.

Bei dem Gespräch war auch ein weiterer Gast dabei – gab jedoch keinen Mucks von sich: Dackel Feodora fungiert zur Freude aller als gelegentlicher Bürohund.

Wir bitten die Tonqualität zu entschuldigen, da wir das Gespräch coronabdingt in einem großen Raum aufnehmen mussten.


Feodora
Feodora

 Zum Unterschied „Plattdeutsch“ und „Niederdeutsch“

Das Niederdeutsche besitzt, im Gegensatz zum Hochdeutschen, keine Einheitsform und zeichnet sich dadurch aus, dass die Sprache ausschließlich aus unterschiedlichen sprachlichen Dialektvarianten besteht. Die heute gebräuchliche Eigenbezeichnung „Plattdeutsch“ stammt ursprünglich aus einer Bibelübersetzung des 16. Jahrhunderts, welche im „goede platten duytsche“ verfasst war. „Platt“ bedeutet hier „klar“, „verständlich“ im Gegensatz zum Lateinischen, welches der Bevölkerung weniger geläufig (verständlich) war.

Die Minderheitensprache Saterfriesisch ist, genau wie die Regionalsprache Niederdeutsch, eine eigenständige Sprache im Oldenburger Land.Saterfriesisch als letzte Varietät der ausgestorbenen ostfriesischen Sprache wird ausschließlich in der Gemeinde Saterland (Seelterlound) im Landkreis Cloppenburg gesprochen.
In Schleswig-Holstein (Nord-Friesisch) und in den Niederlanden (West-Friesisch) hat sich die friesische Sprache auch noch erhalten können.
Das Wangerooger Friesisch ist bereits Anfang der 1950er Jahre ausgestorben.

Die Uni Münster hat eine ausführliche Darstellung der niederdeutschen Dialekte auf ihrer Webseite.



Zeitmarkierung der Themen

2:54 – Ist Plattdeutsch ein Türöffner?
3:44 – zur Zukunft des Plattdeutschen
5:31 – zur Zukunft des Saterfriesischen
6:32 – gegenwärtige Umbruchsphase: „Alt vs. Neu“
9: 45 – Stefan Meyers Weg zum Plattdeutschen
11:21 – „clash of cultures“ im Dreisprachenland
12:43 – Stefan Meyers Weg zur Oldenburgischen Landschaft
16:28 – Bedeutung von (plattdeutscher) Sprache
21:03 – Aufgaben in der Geschäftsstelle
24:05 – Stefan Meyers Ansporn, sich mit Plattdeutsch zu beschäftigen
29:31 – Drei Fragen


Die Winnewupps aus Edewecht gewannen Plattsounds 2017
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Varianten des "Frosch"
Varianten des "Frosch"

In der Folge wurde angesprochen:

Wer einmal Saterfriesisch hören möchte, kann beispielsweise den Film „Do Faane von de Seelterlound“ ansehen. Er ist auf Saterfriesisch mit Hochdeutschen Untertiteln.

Es gibt auch Filme mit der kürzlich verstorbenen satefriesischen Autorin Gretchen Grosser, die z.B. das Zählen auf Saterfriesisch lehrt.


Kontakt Kultur

Oldenburgische Landschaft
Sarah-Christin Siebert
Kulturmanagement
Gartenstraße 7
D-26122 Oldenburg

Telefon: 0441- 77 91 8 - 18
Telefax: 0441 - 77 91 8 29

siebert [at]oldenburgische-landschaft.de

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