Kulturkompass

In dieser Rubrik finden Sie eine Auflistung aller Organisationen im Oldenburger Land. Die nachstehenden Eintragungen werden von der Oldenburgischen Landschaft nach den Angaben der Kultureinrichtungen des Oldenburger Landes erfragt und nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr veröffentlicht. Einzelauskünfte sollten bei den jeweiligen Einrichtungen direkt eingeholt werden.

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frauenORTE Niedersachsen

Ort:
Hilde-Schneider-Allee 25
30173 Hannover
Kategorie:
  • Weitere
Webseite:

https://www.frauenorte-niedersachsen.de/

E-Mail:

mail@landesfrauenrat-nds.de

Telefon:

0511-321031

Fax:

0511-321021

frauenORTE Niedersachsen –
Auf den Spuren bedeutender Frauen

Niedersachsen hat viel zu bieten, auch eine reiche Frauengeschichte. Diesen besonderen Schatz präsentiert Ihnen die Initiative frauenORTE Niedersachsen des Landesfrauenrates Niedersachsen. Bei Ihren Entdeckungstouren auf den Spuren historischer Frauenpersönlichkeiten in den Städten und Gemeinden des Landes können Sie neben dem längst vergessenen Alltäglichem manches bisher Unbekannte, Überraschende und Außergewöhnliche entdecken.

 

Frauenorte im Oldenburger Land:

Dora Garbade. Ganderkesee

Land- und Lehrfrau, geb. 1893 in Schwachhausen (Bremen), gest. 1981 in Bremen. 

"Ich hätte die viele Arbeit ohne Mithilfe der Landfrauen nicht leisten können. Sie haben mir immer wieder Auftrieb gegeben, die schwere Arbeit fortzusetzen". (Dora Garbade, 1963)

Sie hatte die Belange der Menschen im ländlichen Raum im Blick. 1927 gründete die Land- und Lehrfrau Dora Garbade in der Region Weser-Ems den ersten Landwirtschaftlichen Hausfrauenverein (LHV), der jungen Frauen eine qualifizierte Ausbildung und Landfrauen eine professionelle Arbeitsweise sichern sollte. Ab 1948 entwickelte die langjährige Vorsitzende den Landfrauenverband Weser-Ems zu einer machtvollen „Frauenlobby“. Ab 1960 baute sie das Evangelische Dorfhelferinnenwerk Niedersachsen mit auf, das Familien in Notsituationen unterstützt.

Der frauenORT Dora Garbade in Ganderkesee entstand in Kooperation mit dem LandFrauenverband Weser-Ems e.V., der Gleichstellungsbeauftragten des Landeskreises Oldenburg, der Gemeinde Ganderkesee und der regioVHS Ganderkesee-Hude und wurde am Freitag, 22. März 2013 um 13:30 Uhr im Hotel Backenhöhler in Ganderkesee-Stenum eröffnet.

 

Helene Lange. Oldenburg

Pädagogin und Frauenrechtlerin, geb. am 09.04.1848 in Oldenburg, gest. am 13.05.1930 in Berlin.

"Ich bin dankbar, daß Furcht nicht in die Konstruktion meiner Persönlichkeit einbezogen wurde, sie muß sehr unbequem sein..." (Helene Lange, 1921)

Sie war die prominente Figur der gemäßigten bürgerlichen Frauenbewegung im Kaiserreich. Für die Lehrerin führte der Weg zur Gleichberechtigung über das uneingeschränkte Recht der Frauen auf Bildung, auf Abitur und Universitätsstudium. Jahrzehnte stand sie an der Spitze des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins und des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins. Mit ihrer Lebensgefährtin Gertrud Bäumer gab sie die Zeitschrift „Die Frau“ heraus. 1922 trug sie sich im Oldenburger Rathaus in das Goldene Buch ein; 1928 wurde sie Ehrenbürgerin der Stadt.

Der frauenORT Helene Lange in Oldenburg wurde in Kooperation mit dem Zentrum für Frauen-Geschichte Oldenburg am 09. April 2010 eröffnet.

 

Maria von Jever. Jever

Landesherrin, geb. am 05.09.1500 in Jever, gest. am 20.02.1575 in Jever.

"Wie die Gluckhenne hat sie ihr Land behütet", Chronist 1572

Die Regentin konnte die Eigenständigkeit des Jeverlandes durch eine geschickte Politik im Inneren und Äußeren erhalten und ausbauen. Sie entwickelte eine Landesherrschaft, die sich an den zeitgemäßen Standards fürstlich regierter Staaten orientierte. Ihre Residenz wandelte sich zur befestigten Stadt mit einer repräsentativen Schlossanlage im Stil der Renaissance. Maria von Jever ließ Küstengebiete eindeichen und führte eine neue Rechtsordnung ein. Für die Ausbildung zukünftiger Beamter gründete sie eine Lateinschule, das heutige Mariengymnasium Jever.

Der frauenORT  „Maria von Jever“ ist in Kooperation mit dem Schlossmuseum Jever, der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Jever sowie den Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Jever und dem Landkreis Friesland entstanden und wurde am 20.02.2016 im Schlossmuseum Jever eröffnet.

 

Ruth Müller. Delmenhorst

Fabrikarbeiterin, Gewerkschafterin und Betriebsrätin, geb. 1922 in Wansen/Jelenia Gorà (Polen), gest. 2008 in Delmenhorst. 

„Das waren schwere Zeiten. Eine Frau war damals für fünf Maschinen gleichzeitig zuständig. Da musste man ganz schön hin und her springen“. (Weser-Kurier/Delmen-horster-Kurier, 21. Oktober 2002)

Selbst- und klassenbewusst, so setzte sich Ruth Müller als Betriebsrätin und Gewerkschafterin für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Kolleginnen ein. Sie musste miterleben wie die Industriearbeit von Frauen als sogen. Leichtlohngruppe herabgesetzt wurde und gerade die Textilarbeiterinnen zu den ersten gehörten, deren Arbeitsplätze zu hunderttausenden ausgelagert wurden. Dennoch blieb der Kampf für eine gerechtere Lebens- und Arbeitswelt gerade für Frauen für die Vollzeit erwerbstätige Frau und Mutter zentrales Anliegen. Das spiegelte sie auch noch als Rentnerin und beliebte Führerin des Industriemuseums in Delmenhorst - ihrer ehemaligen Arbeitsstätte -wider.

Der frauenORT Ruth Müller ist in Kooperation mit dem Nordwestdeutschen Museum für Industriekultur und der Gleichstellungsstelle Delmenhorst entstanden und wurde am 21.09.2018 im Norddeutschen Museum für Industriekultur eröffnet.

 

Luzie Uptmoor. Lohne

Malerin, geb. 1899 in Lohne - gest. 1984 in Lohne. 

"Meine Lebensaufgabe aber ist eine andere." (Luzie Uptmoor)

Ihre ausdrucksstarke Kunst prägt bis heute das Bild des Oldenburger Münsterlandes. 1927 verließ Luzie Uptmoor ihre Heimatstadt, um entgegen der Konvention ihrer ländlich-kleinstädtischen Umgebung freischaffende Künstlerin zu werden. In Düsseldorf ließ sie sich zur Malerin ausbilden und schloss sich der Künstlervereinigung „Rheinische Sezession“ an. Sie schuf Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen, in denen sie ab 1930 Personen in den Mittelpunkt stellte. Immer wieder kehrte die Künstlerin nach Lohne zurück, um die Menschen der Stadt zu portraitieren. Dort bewahrt heute die Galerie Luzie Uptmoor ihr Lebenswerk.

Der frauenORT Luzie Uptmoor entstand in Kooperation mit der Stadt Lohne und dem Freundeskreis Luzie Uptmoor e.V. in Lohne und wurde am Sonntag, 16. März 2014 um 11:00 Uhr in der Galerie Luzie Uptmoor im Industrie Museum Lohne eröffnet.

 

Kontakt:
Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. (LFRN)
Geschäftsstelle
Hilde-Schneider-Allee 25
30173 Hannover
Tel: 0511 321031
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E-Mail: mail@landesfrauenrat-nds.de
Internet: https://www.frauenorte-niedersachsen.de/

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