Lebensbilder Vertriebener

Wanderausstellung "Lebensbilder"

Ausschnitt des ersten Ausstellungselements "Lebensbilder"
Ausschnitt des ersten Ausstellungselements "Lebensbilder"

die Arbeitsgemeinschaft Vertriebene (AG Vertriebene) in der Oldenburgischen Landschaft hat eine Wanderausstellung zu Biografien Vertriebener erarbeitet, die sich in Oldenburg eine neue Existenz aufgebaut und dadurch auch Stadt und Land mitgeprägt haben.

Die erste Station der Wanderaustellung wird als Beitrag zum 75. Bestehen des Landes Niedersachsen von 27. Oktober 2021 bis zum 27. November 2021 imFoyer der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), Filiale Schlossplatz, Schlossplatz 7-8 (Schlosshöfe) 26122 Oldenburg  zu sehen sein.

Auf einer Auswahl von zehn großformatigen Rollbannern werden Biografien von Oldenburger Persönlichkeiten vorgestellt, die als Vertriebene in die Stadt gekommen sind und sich hier eine neue Existenz aufgebaut haben. Viele haben Entwicklungen in Geschichte, Kultur und Gesellschaft der Stadt geprägt. Bekannt sind beispielsweise die Kammerschauspielerin Elfi Hoppe, der ehemalige Landtagspräsident Horst Milde oder die Familie Dobrat, die das Textilunternehmen Adolf Dobrat KG führte. Außerdem werden Lebensbilder der Oberbürgermeister Hans Fleischer und Horst Milde oder des Bildhauers Udo Reimann dargestellt sowie Unternehmen wie die Adolf Dobrat KG.

„Im September 2019 haben wir ein zweitägiges Podiumsgespräch unter dem gleichen Titel veranstaltet“, erläuterte Dr. Borchers. „Wir versuchen mit unserem Konzept, die Wirkung der Vertriebenen in ihrem neuen Umfeld zu erforschen, wo sie Spuren hinterlassen oder das öffentliche Leben bereichert haben. Diese Ausstellung ist ein Teil unserer Forschungsarbeit, die sicherlich noch nicht beendet ist.“

Die Ausstellung umfasst 15 leicht transportable Rollbanner, die kostenlos verliehen werden. Bei Interesse melden Sie sich gern bei der Geschäftsstelle der Oldenburgischen Landschaft unter Telefon 0441-77918 – 0.

 


Eröffnung Wanderausstellung "Lebensbilder" am 27.10.2021


Spuren im Oldenburger Land – Zeitzeugengespräch der AG Vertriebene 2019

Diskussionsblock „Lehrende der Universität Oldenburg“: (von links) Achim Neugebauer (AG Vertriebene) als Moderator, Prof. Dr. Helmut Freiwald, Prof. Dr. Jürgen Dieckert und Prof. Dr. Wolfgang Rudzio. - © Sarah-Christin Siebert, Oldenburgische Landschaft
Diskussionsblock „Lehrende der Universität Oldenburg“: (von links) Achim Neugebauer (AG Vertriebene) als Moderator, Prof. Dr. Helmut Freiwald, Prof. Dr. Jürgen Dieckert und Prof. Dr. Wolfgang Rudzio.
(von links): Dr. Jörgen Welp (Stellvertretender Geschäftsführer Oldenburgische Landschaft), Hans-Wolfgang Pietsch (AG Vertriebene), Dr. Gisela Borchers (Leiterin AG Vertriebene), Achim Neugebauer (AG Vertriebene). - © JC, Oldenburgische Landschaft
(von links): Dr. Jörgen Welp (Stellvertretender Geschäftsführer Oldenburgische Landschaft), Hans-Wolfgang Pietsch (AG Vertriebene), Dr. Gisela Borchers (Leiterin AG Vertriebene), Achim Neugebauer (AG Vertriebene).

Die Arbeitsgemeinschaft Vertriebene der Oldenburgischen Landschaft veranstaltete am 6. und 7. September 2019 eine Veranstaltung, in der mit Zeitzeugen eine Podiumsdiskussion veranstaltete wurden. Gäste waren Menschen, die als Vertriebene im Oldenburger Land Spuren hinterlassen haben. In moderierten Gruppengesprächen wurden sie zu ihrer Tätigkeit in Oldenburg befragt. Die Gruppen waren in verschiedene Bereiche aufgeteilt, wie zum Beispiel Personen aus Verwaltung beziehungsweise Politik, Lehre in Schule oder Universität, Künstler, Geistliche, Unternehmen und Gewerbe.

Die Vorsitzende der AG Vertriebene, Dr. Gisela Borchers, freut sich, dass sich nach den Aufrufen in der Presse zunächst Personen für unsere Datenbank gemeldet haben, aus denen wir Zeitzeugen oder deren Angehörige ausgewählt haben, die bei unserer Veranstaltung Rede und Antwort stehen wollen: Die Charakterdarstellerin Elfie Hoppe, der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Dieckert oder auch die Ehefrau des ehemaligen Oberbürgermeisters Jürgen Poeschel sind nur einige der Namen, die auf der Veranstaltung zu Wort kamen.

Die Arbeitsgemeinschaft will mit der Veranstaltung auch dem Vorbehalt entgegentreten, die Vertriebenen seien mit ihrer Beschäftigung mit dem Thema „Vertreibung“ im Jahr 1945 „stehengeblieben“. „Vertriebene haben die Kultur, das Wirtschaftsleben und die Verwaltung in Oldenburg maßgeblich mitgestaltet und mitbeeinflusst“, erläutert Arbeitsgemeinschaftsleiterin Dr. Gisela Borchers. „Wie dies im Einzelnen aussah, möchten wir mit der Diskussionsrunde authentisch vor Augen führen“.

„Wir wollten das Wirken von Vertriebenen im Oldenburg der Nachkriegszeit mit dieser Veranstaltung darstellen“, erläuterte Dr. Gisela Borchers, Leiterin der AG Vertriebene. „Zeitzeugen der ersten und zweiten Generation berichteten in einer moderierten Gesprächsrunde von ihren Tätigkeiten und ihrem Wirken in der Stadt Oldenburg.“

„Die Zeitzeugengespräche haben deutlich werden lassen, dass die Integration der Vertriebenen nicht nur ein ‚Sich-Eingliedern‘ war, sondern ein ‚Dazu-Beitragen‘“, so Landschaftspräsident Thomas Kossendey. „Wir freuen uns sehr über den großen Zuspruch, den die Veranstaltung beim Publikum gefunden hat.“

Hier können Sie im Kulturkompass nach Organisationen suchen:

Kontakt

Oldenburgische
Landschaft
Gartenstraße 7
26122 Oldenburg
Telefon: 0441- 77 91 8 -0
Telefax: 0441 - 77 91 8 -29
info(at)oldenburgische-landschaft.de

Geschäftszeiten:
Montag - Donnerstag: 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Freitag: 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr

HINWEIS:
Der Besuch in der Geschäftsstelle ist nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung erlaubt!